Podcast oder nicht?

Mittwoch, 17. August 2005 • Rubrik: Mediengedöns, Netz, PodGast

Der iSchmidt sorgt für Diskussionsstoff: Ist das ein Podcast? Oder doch nicht? Und wenn das ein Podcast ist, ist das dann schon das Ende des strikt nichtkommerziellen, kostenlosen Podcasts? Solcherlei Fragen widmet sich heute u.a. ipodlife.de und spricht dabei unter anderem gar von Verrat, wenngleich mit Fragezeichen. Schuld daran ist möglicherweise die Stuttgarter Zeitung: Die hat das Ding als eine der ersten überhaupt als Podcast bezeichnet. Und das wirft dann die Frage auf, ob Podcasts Geld kosten dürfen oder nicht. Dabei steht ja nirgends, dass das immer so bleiben muss. Apple selbst spricht zwar dauernd von kostenlosen Radiosendungen – aber das ist so formuliert, dass es sich mühelos als aktuelle Bestandsausfnahme interpretieren lässt und nicht als in die Zukunft gerichtetes Postulat. Außerdem spricht in der Tat vieles dafür, dass der Begriff „Podcast“ mehr die technische Seite (also „RSS-Feed“, „enclosures“, usw.) beschreibt: Siehe die Definition bei podcast.de. Und demnach wäre der iSchmidt definitiv keiner, sondern ein ganz normales Wortangebot des iTMS. Bei Hörbüchern würde ja schließlich auch niemand von „Podcasts“ sprechen.
Interessanter an der ganzen Geschichte ist eigentlich ein ganz anderer Aspekt: Harald Schmidt ist eine Sendung der öffentlich-rechtlichen ARD, die sich (zumindest offiziell) allein durch Rundfunkgebühren finanziert. Und dann ein Zusatzprodukt einfach für Geld verkaufen? So richtig kommerziell? Wenn das mal keinen Ärger gibt…
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